Sizilien, die größte Insel des Mittelmeeres, wurde von den Griechen "Trinacria" (= die Dreieckige) genannt. Aber nicht nur griechisches Kulturgut ist auf dieser Insel wie z.B. im Tal der Tempel bei Agrigent zu bestaunen. Kaum eine bedeutende Kultur des Mittelmeerraumes, die nicht über kürzere oder längere Zeitperioden das Schicksal der Insel bestimmte: 8.000 Jahre alte Felszeichnungen in einer Grotte am Monte Pellegrino zeigen die frühe Besiedlung auf. Vor 7.000 bis 5.000 v. Chr. lassen sich indogermanische Stämme nachweisen (z.B. Sikaner und Sikuler) und vor 3.000 Jahren gründen die aus dem heutigen Libanon stammenden Phönizier erste Handelsniederlassungen. Die griechische Periode reicht bis ca. 300 v. Chr., gefolgt von der römischen Ära. 800 bis 1.000 n. Chr. wird Sizilien von den Arabern erobert und im Jahre 1060 beginnt die normannisch-staufische Epoche. | Franzosen, Spanier folgen und heute betritt man ein Land, das für nahezu jede Epoche westlicher Geschichtsschreibung Anschauungsunterricht erteilen kann. Wer bei Sizilien vor allem an die Mafia denkt, hier ein Hinweis, der vielleicht nicht ganz so bekannt ist: das Wort leitet sich aus dem arabischen "mu" (= mutig) und "afat" (= beschützen) ab. Die Frage nach dem "Warum" beantwortet sich bereits in der normannischen Epoche. |
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